Unternehmerische Managerinnen und Manager sind gefragt

Mutiges Handeln ist das Gebot der Stunde

Unternehmerische Managerinnen und Manager sind gefragt

Ist das Gesundheitssystem auf dem Irrweg? Sind wir in der Gesundheitswirtschaft in der falschen Richtung unterwegs? Glaubt die Politik, mit der großen „Finanzgießkanne“ alle Probleme lösen zu können? Hilft viel Geld wirklich weiter? Oder sind vielmehr Akteure gefragt, die die Herausforderungen für sich annehmen und eigenständige Lösungen entwickeln? Lassen sich moderne Methoden und Technologien aus anderen Branchen dazu nutzen, die steigenden Erwartungen souveräner werdender Patienten zu erfüllen? Kann die Digitalisierung die immer rarer werdenden Mitarbeiter deutlich entlasten und ihnen damit die Möglichkeit eröffnen, sich wieder intensiver um die Patienten zu kümmern?

Viele Manager in den Krankenhausunternehmen haben zu lange abgewartet. Nicht wenige Ärzte und Pflegende waren genauso zögerlich. Die Digitalisierung ist im Medizinbetrieb vielerorts nicht mit offenen Armen empfangen worden. Deshalb werden Telefon und Fax in den Kliniken, aber auch insbesondere bei den ambulanten Medizinanbietern nach wie vor für moderne Kommunikationsmittel gehalten und vielfältig zum Einsatz gebracht. In der Folge lassen sich die Möglichkeiten der Vernetzung, die die Digitalisierung bietet, nur sehr rudimentär nutzen. Die ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter werden immer noch zu einem erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit mit berufsfremden Tätigkeiten wie Logistik und Dokumentation davon abgehalten, sich intensiv den Patienten zu widmen. Das ist angesichts veränderter Bedingungen auf den Arbeitsmärkten nicht mehr hinzunehmen und wird auch von den Beschäftigten zunehmend weniger akzeptiert.

Auch die Rolle der Patienten verändert sich radikal, weil immer mehr allgemein zugängliche Informationen, insbesondere auch aus dem Internet, dafür sorgen, dass die bisherige Wissensasymmetrie zwischen den Experten und den Betroffenen nach und nach aufgehoben wird und Letztere mehr Souveränität erlangen. Patienten, die auch Konsumenten werden, erwarten entgegen der bisherigen zergliederten Behandlung zunehmend ganzheitliche Gesundheitsangebote, die auf einem strukturierten Prozess beruhen und gezielte Leistungsversprechen ermöglichen.

Enorme Dynamik gerät in die Entwicklung durch die rasanten Veränderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt. Medizin 4.0 stellt jetzt den Behandlungsprozess auf einen indikationsbezogenen digitalen Workflow. Alle notwendigen diagnostischen und therapeutischen sowie alle administrativen und technischen Einzelschritte werden dazu umfassend analysiert und in eine Struktur gebracht, die digital abgebildet werden kann. Die Akteure arbeiten auf dieser Basis und werden durch den hinterlegten Workflow nachhaltig unterstützt. Das gilt auch für den Primärprozess, in dem die einzelnen Arbeitsschritte systematisch „abgefordert“, die Dokumentation und die Abrechnung integriert sowie die notwendigen logistischen Maßnahmen automatisch abgerufen werden. Medizin 4.0 passt den realen Behandlungsablauf ständig an den geplanten an und schafft damit die Voraussetzung, die Ablauforganisation insgesamt zu stabilisieren sowie mittels Internetmedizin, Big Data und Robotik zu optimieren.

Was wir jetzt benötigen, sind unternehmerische Managerinnen und Manager, die die Zukunft der Gesundheitsbetriebe in die eigenen Hände nehmen und nicht weiter zuwarten. Wer nach der Politik ruft, hat schon verloren. Paragrafen gibt es bereits genug. Vielmehr ist mutiges Handeln das Gebot der Stunde. Deshalb ist der Austausch der Verantwortlichen in der Branche beim 15. GESUNDHEITSWIRT­SCHAFTSKONGRESS in Hamburg so wichtig.

Aktuelle Informationen und direkte Anmeldung zurzeit noch mit Frühbucherrabatt zum 15. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am 17. und 18. September immer unter: www.gesundheitswirtschaftskongress.de.

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