„Niemand muss das ‚Ei des Kolumbus‘ neu erfinden“


Professor Lohmann hält eine Professionalisierung der Privatliquidation für überfällig

„Ich komme nicht dazu den Geschirrspüler in Betrieb zu nehmen, weil ich so viel mit der Hand abwaschen muss!“, mit diesem alten Witz beschreibt der Gesundheitsunternehmer Professor Heinz Lohmann die Situation vieler Verantwortlichen in Krankenhäusern. Was im Ganzen Realität bei der Digitalisierung sei, gelte im Einzelnen in einer Reihe von speziellen Themen, insbesondere, wenn es um die Vernetzung von medizinischen und administrativen Prozessen gehe. So habe ihn kürzlich die Aussage eines Klinikmanagers, gelinde gesagt, verwundert, in seinem Haus würden die Privatpatienten immer noch durch die Chefärzte selbst abgerechnet. Prof. Lohmann wörtlich: „Das haben erste innovative Krankenhausunternehmen bereits vor mehr als 20 Jahren verändert.“ Die damals ausschlaggebenden Entscheidungsgründe seien heute in gleicher Weise gültig. Die Privatliquidation auf eine professionelle Basis zu stellen, sei dabei für alle Beteiligten, die Patienten, die Ärztinnen und Ärzte und die Krankenhäuser, von Vorteil. Die Patienten hätten einen Ansprechpartner und damit mehr Rechtssicherheit sowie eine größere Transparenz. Die Chefärztinnen und -ärzte könnten sich auf die Behandlungen konzentrieren und profitierten zudem von den Auswertungen der bei der Abrechnung gewonnenen Daten. Auch könnten sie wirtschaftliche Risiken für sich begrenzen und hätten eine vertraglich gesicherte Vergütung. Für die Krankenhäuser ergäben sich zuallererst große Vorteile bei der Gestaltung, sowohl der Behandlungs- als auch der Administrationsprozesse.

Professor Lohmann hält eine Professionalisierung der Privatliquidation für überfällig

Gesundheitsunternehmer Professor Heinz Lohmann fordert
Professionalisierung der Privatliquidation

Ausgangspunkt der Umstellung sei, so Lohmann, die Behandlung auf eine Vertragsbeziehung zwischen dem jeweiligen Krankenhaus und dem Privatpatienten zu gründen. Die behandelnden Chefärztinnen und -ärzte müssten im Gegenzug von der Klinik angemessen vergütet werden. Entscheidend für den Erfolg der Veränderung sei die Einschaltung eines externen Dienstleisters, der nicht nur die Abrechnung professionell erledige, sondern insbesondere die dabei gewonnenen Erkenntnisse zur Optimierung der internen Prozesse im Dialog mit den im Krankenhaus verantwortlichen Akteuren zurückspiegele. Es bestehe kein Grund, weiter zu zögern, ein zeitgemäßes Verfahren der Privatliquidation zu etablieren, weil es nur Gewinner gäbe. Prof. Lohmann deutlich: „Niemand muss das ‚Ei des Kolumbus‘ neu erfinden, es muss nur noch gegessen werden!“