Chance für ManagerInnen der Zukunft

16. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am 22. und 23. September frischt weiter auf – Call for Abstracts für die nächste Generation

„Inzwischen können wir von einer kleinen Tradition sprechen: erneut bieten wir allen Absolventinnen und Absolventen von Studiengängen rund um die Gesundheitswirtschaft die Möglichkeit sich für eine Präsentation Ihrer Abschlussarbeiten auf dem GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS zu bewerben“, freut sich der Gesundheitsunternehmer und Kongresspräsident Professor Heinz Lohmann. Damit setzt das bekannteste Netzwerktreffen der Gesundheitswirtschaft sein Bekenntnis zur jungen Generation fort. „Ich freue mich besonders, dass dieses Jahr mit Jasmin Hennrich – der stellvertretenden Vorsitzenden der Initiative Hashtag Gesundheit – auch die Jury weiter verjüngt wird“, so Professor Kai Wehkamp, der die Session 2018 gemeinsam mit Ines Kehrein, der Geschäftsführerin des Kongressveranstalters, und den weiteren Jurymitgliedern Marie le Claire, Dr. Axel Kaiser und Prof. Heinz Lohmann ins Leben gerufen hatte.

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LOHMANN konzept – Innovationsplattform

Lehren aus der Corona-Krise

„Nicht zurück zur alten Normalität, sondern nach vorne zur künftigen Modernität.“

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Deutschland im internationalen Vergleich über ein starkes, handlungsfähiges und belastbares Gesundheitssystem verfügt. Gleichwohl sind auch Schwächen und Verbesserungsbedarfe deutlich geworden. Deshalb gilt es, die richtigen Lehren zu ziehen und nicht in alte Mechanismen zu verfallen. Jetzt ist der geeignete Moment, eine moderne, insbesondere digitale Struktur zu schaffen. So ist der Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft viel zu lange mit großer Skepsis begegnet worden. Mitten in der Krise sind viele Kritiker der Nutzung digitaler Lösungen aus der Not heraus eingeschwenkt und haben plötzlich wie selbstverständlich Telemedizin, Videokonsultationen, digitale Plattformen und vieles andere mehr selber eingesetzt und auch schätzen gelernt. Aktuell geht es darum, diesen Stimmungswandel zur Basis deutlicher Digitalisierungsfortschritte zu machen. Die Pflege und andere medizinische Berufe wurden im Zuge der Corona-Krise als systemrelevant identifiziert. Jetzt sind bei der nachhaltigen Aufwertung der Pflegeberufe nicht ausschließlich rein ökonomische Fakten ausschlaggebend. Vielmehr muss der Beruf langfristig mehr Sozialprestige vermitteln. Deshalb steht eine grundlegende Neubestimmung der immateriellen Aspekte an. Aber auch im ärztlichen und sonstigen therapeutischen Bereich sind Veränderungen der Rahmenbedingungen zur Steigerung der Attraktivität erforderlich, um dauerhaft Menschen anzuziehen und zu binden.

Schon während der Corona-Krise ist die Diskussion um die Finanzierung des Gesundheitssystems, von dem einen oder anderen Protagonisten genutzt worden, um das ungeliebte DRG-System in den Krankenhäusern los zu werden und dauerhaft zur längst überwunden geglaubten Selbstkostendeckung zurückzukehren. Eine Reform des Vergütungssystems ist zwar überfällig, aber die Wiedereinführung des Selbstkostendeckungssystems keine Lösung. So steckt dieses System voller Fehlanreize, weil es institutionsorientiert und in keiner Weise an den Patienteninteressen ausgerichtet ist. Jetzt müssen die künftigen Finanzierungsgrundsätze von einem starken Patientenbezug geprägt sein. Dazu muss das Patientenwohl zu einem weiteren entscheidenden Maßstab der Klassifizierung werden, indem die Evidenz der Medizin genauso berücksichtigt wird, wie Patient Reported Outcomes. Zudem müssen in diesem Sinne die Entgeltsysteme des ambulanten und stationären Sektors harmonisiert werden. Deshalb müssen aus DRGs künftig PRGs, Patient Related Groups, werden.

Die Corona-Krise hat erschreckend deutlich werden lassen, dass die Risikobewertung lange Zeit auf einer viel zu schmalen Expertenbasis und vor allem einer völlig unzureichenden Datenlage erfolgen musste. In der Folge wurden zudem die ökonomischen, sozialen und psychischen Folgen der getroffenen Maßnahmen nicht ausreichend einbezogen. In Zukunft ist eine umfänglich interdisziplinäre Vorgehensweise unabdingbar. Zudem müssen die Datenerhebung und –übermittlung deutlich verbessert werden.
Das oberste Ziel der jetzt dringend erforderlichen Modernisierung des Gesundheitssystems muss eine klare Ausrichtung auf die Interessen der einzelnen Patienten und der Gesellschaft insgesamt sein.

Siehe auch das Interview der Professoren Heinz Lohmann, Gesundheitsunternehmer und Ehrenvorsitzender der INITIATIVE GESUNDHEITSWIRTSCHAFT, und Volker Nürnberg, BWL-Professor und Partner der Prüf- und Beratungsgesellschaft BDO, mit dem Chefredakteur von Klinik Markt inside Sven C. Preusker.

Die LOHMANN konzept – Innovationsplattform bietet Kooperationspartnern die Möglichkeit, eigene Programme und Projekte zur Modernisierung des Gesundheitssystems in Folge der Corona–Krise zu präsentieren:

NEU: COVID-19-Management und Elektivbetrieb

„Die neue Normalität verlangt den Spagat zwischen COVID-19-Bereitschaft und optimaler Ausschöpfung der nach wie vor begrenzten elektiven OP-Kapazitäten.“
Peter Vullinghs, Market Leader Philips DACH
Hier geht es zu den Vorschlägen von Philips DACH.

Neue Ansprüche in der Patientenverpflegung

„procuratio war schon immer anders als die anderen. Und wir arbeiten täglich daran, dass das so bleiben wird. Daher haben wir in der Corona-Krise einige Ideen entwickelt, die für künftige Problemlagen Bedeutung haben, aber auch in den Alltag einfließen können.“
Frank-Michael Frede, Vorsitzender der Geschäftsführung der procuratio Gesellschaft für Dienstleistungen im Sozialwesen mbH

Hier geht es zu den Vorschlägen der procuratio Gesellschaft für Dienstleistungen im Sozialwesen mbH.“

Potential für mehr Nachhaltigkeit beim Einsatz von Textilien

„Der Ersatz von Einweg- durch Mehrweg-Produkte kann zu einer nachhaltigeren und krisensicheren Beschaffung führen“.
Stephan A. Richtzenhain, Geschäftsführender Gesellschafter der SITEX-Textile Dienstleistungen Simeonsbetriebe GmbH.


Hier geht es zu den Vorschlägen der SITEX-Textile Dienstleistungen Simeonsbetriebe GmbH.

Wie beschaffen Krankenhäuser künftig?

„Es scheint offensichtlich, dass nach Bewältigung der Corona-Krise nicht zum Alltag zurückgekehrt werden kann, der vor der Krise herrschte.“ Markus Wild, CEO der Prospitalia GmbH.


Hier geht es zu den Vorschlägen der Prospitalia GmbH.

Digitalisierung auch in der Zeit danach

„Die konsequente und durchgehende Nutzung von digitalen Lösungen ist noch nicht im Klinikalltag angekommen. Die Covid-Krise hat die Notwendigkeit einer schnelleren Umstellung gezeigt – und dass dies sowohl technisch als auch inhaltlich machbar ist.“ Michael Erdtmann, Geschäftsführer von SPI / Surgical Process Institute Deutschland GmbH


Hier geht es zu den Anregungen von SPI / Surgical Process Institute Deutschland GmbH.


Anregungen zum Thema COVID und die Zeit danach

  1. Digitale Unterstützung anstelle von OP-Begleitung

Seit Beginn des vergangenen Monats hat sich die Situation für einen Großteil der Außendienstmannschaften radikal verändert. Besuche in den Krankenhäusern sind nicht mehr erlaubt, elektive Eingriffe wurden weitestgehend abgesagt. Die Kliniken bereiten sich auf die große Welle der Patienten vor, die an COVID-19 erkrankt sind und künstlich beatmet werden müssen. Zeitgleich gibt es aber auch Prozeduren, welche nicht aufgeschoben werden können. So z.B. im Bereich der Traumatologie/Unfallchirurgie oder Kardiologie. Hier stehen mittlerweile viele Kliniken vor der Herausforderung, dass sie sich in der Vergangenheit in signifikantem Maße auf die Unterstützung des Firmen-Außendienstes verlassen haben und so zum Teil auch eigene Mitarbeiter einsparen konnten. Dies führt dazu, dass in ohnehin schon schwierigen und komplexen Operationen nun eine zusätzliche Herausforderung hinzukommt, wenn Spezialisten fehlen und man ggf. mit ungelernten oder in der Fachdisziplin wenig erfahrenen Fachkräften zusammenarbeiten muss. Digitale Lösungen können in dieser Situation Abhilfe schaffen.

So kann z.B. ein per Skype zugeschalteter Medizinproduktberater der Prozedur beiwohnen, ohne dass er/sie im Operationssaal selbst anwesend sein muss. Auch digitale Checklisten (wie der SPM) können dem Team helfen, besser durch die Prozedur geleitet zu werden, indem jeder Schritt visuell angezeigt und bestätigt werden muss. Die Nutzung solcher digitalen Hilfsmittel wurde in der Vergangenheit, gerade im Gesundheitssystem, doch sehr mit Skepsis gesehen und oftmals mit Sorgen um den Datenschutz oder „komplexe IT Integration“ abgewiegelt.


Autor: Michael Erdtmann,Geschäftsführer
Surgical Process Institute (SPIDeutschland GmbH

Die heute „erzwungene“ Nutzung dieser digitalen Hilfsmittel könnte über die nächste Zeit nicht nur zur Gewohnheit für viele OP-Teams werden, sondern auch die vielen Vorteile dieser Art der Zusammenarbeit herausstellen, die sie im Anschluss an diese Pandemie gar nicht mehr missen wollen. Bisher bestehende Vorurteile was digital unterstützt „nicht machbar ist“, wurden durch die jetzige Realität entkräftet – und in großem Maße sogar positiv akzeptiert.

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Lehren aus der Krise

Wie beschaffen Krankenhäuser in der Zukunft?

Die Corona Krise hat das Arbeiten und auch die Beschaffung in Krankenhäusern nachhaltig verändert. Um auf den Ausnahmezustand reagieren zu können, wurden viele Möglichkeiten der Digitalisierung schneller genutzt als ursprünglich geplant. Viele Einrichtungen wurden sozusagen zu ihrem Glück gezwungen, und setzen vermehrt auf digitale Kommunikation, um die Beschränkungen der Abstandsregeln zu kompensieren. Es scheint offensichtlich, dass nach Bewältigung der Corona Krise nicht zum Alltag zurückgekehrt werden kann, der vor der Krise herrschte. Die auch durch den Rettungsschirm zur Verfügung gestellten Mittel müssen sinnhaft investiert werden, um eine weitere Optimierung der Prozesse, vor allem in der Beschaffung, zu erreichen. Aus Sicht der Prospitalia sind vor allem folgende Bereiche entscheidend:

Effizientere Beschaffung durch einen „Single Point of Information“

Stammdaten, Preis- und Herstellerinformationen, alternative Artikel – all das sind zentrale Informationen für die Beschaffung, die vielerorts noch mühselig aus verschiedenen Systemen zusammengesucht werden. Das ist ineffizient und zeitintensiv. Bereits heute bieten verschiedene Artikelinformationssysteme alle relevanten Informationen aus einer Hand, inklusive der Möglichkeit, diese Informationen direkt in die Materialwirtschaftssysteme einzuspeisen. Es ist an der Zeit, alle Krankenhäuser auf dieses digitale Niveau zu heben, um wirklich effizient und transparent zu arbeiten.


Autor: Markus Wild, CEO der Prospitalia GmbH.

Elektronische Verbrauchserfassung – genaue Bedarfsermittlung

Noch immer ist es in vielen Häusern Standard, die verbrauchten Implantate händisch zu erfassen. Viele Verbrauchsmaterialien werden noch immer nicht verursachungsgerecht zugeordnet. Diese Ungenauigkeiten führen zu Unklarheiten bezüglich der genauen Bedarfe, was sich vor allem in Krisen und bei knappen Ressourcen als problematisch erweist. Die zur Verfügung stehenden mittel zur genauen, digitalen Verbrauchserfassung müssen genutzt werden.

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Demographie als Herausforderung

Direktor der Alloheim Senioren-Residenzen zu Gast beim TV-Talk „Mensch Wirtschaft!“

Thomas Kupczik ist der aktuelle Gast von Prof. Heinz Lohmann beim TV-Talk „Mensch Wirtschaft!“ auf Hamburg1. Der Geschäftsführende Direktor der Alloheim Senioren-Residenzen spricht über die Herausforderungen der Demographie für die Sozialwirtschaft. Ganz zentral ist dabei die Gewinnung und Sicherung von Pflegepersonal. Ohne gesellschaftliche Aufwertung dieser wichtigen Arbeitnehmergruppe wird das nicht gehen.

Thomas Kupczik und Prof. Heinz Lohmann
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Lehren aus der Corona-Krise

GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS in diesem Jahr wichtiger als je zuvor

„Nach der Corona-Krise geht es nicht um ein einfaches Zurück zur alten Normalität, sondern um die Gestaltung der künftigen Modernität“, betont der Gesundheits­unternehmer Professor Heinz Lohmann. Deshalb sei der 16. GESUNDHEITS­WIRTSCHAFTSKONGRESS am 22. und 23. September von zentraler Bedeutung für eine erste Rückschau auf die dramatischen Ereignisse dieser Tage und für die Entwicklung von Perspektiven für die kommenden Jahre. Es gelte jetzt, die richtigen Lehren zu ziehen und nicht wieder in die alten Mechanismen zu verfallen. Zu lange sei etwa die Digitalisierung nur „mit spitzen Fingern“ angefasst worden. Prof. Lohmann eindringlich: „Wie oft ist mir bei meinem Engagement für den Einsatz innovativer Technologien auch in der Gesundheitswirtschaft mit der Parole ‚Menschen sind keine Autos‘ widersprochen worden.“ Mitten in der Krise seien viele Kritiker und Skeptiker auf die Nutzung digitaler Lösungen aus der Not heraus umgeschwenkt und hätten plötzlich wie selbstverständlich Telemedizin, Videokonsultation und vieles andere mehr selbst eingesetzt und durchaus auch schätzen gelernt. Jetzt gehe es darum, diesen Stimmungswandel zur Basis deutlicher Digitalisierungsfortschritte zu machen.

„Auch die Pflegeberufe haben in der Corona-Krise eine deutliche Aufwertung durch die Vermittlung von mehr Sozialprestige erfahren“, stellt Prof. Lohmann fest. Notwendig sei hier insbesondere eine grundlegende Neubestimmung der immateriellen Aspekte und Mehrwerte. Und nicht zuletzt müssten die bei der Bewältigung der Krise offenbar gewordenen Defizite aufgearbeitet werden, um künftig besser vorbereitet zu sein. Prof. Lohmann wörtlich dazu: „Für mich war sehr erschreckend zu beobachten, dass die Risikobewertung lange Zeit auf einer viel zu schmalen Expertenbasis und vor allem auf einer völlig unzureichenden Datenlage erfolgen musste. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.“

Der 16. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am 22. und 23. September in Hamburg wird alle aktuell wichtigen Themen aufgreifen und dabei selbstverständlich insbesondere die Lehren aus den Erfahrungen mit der Corona-Krise beraten. Damit wird die Tagung in diesem Jahr wichtiger denn je, bietet sie doch den Managern und Unternehmern der Gesundheitswirtschaft die Chance, im Austausch untereinander und mit den Verantwortlichen aus Politik und Verbänden über die Neugestaltung des Gesundheitssystems zu diskutieren. Auch geht es um die unternehmerischen Entscheidungen zu den Weichenstellungen für die Zukunft der Branche. ­
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Aktuelle Informationen und direkte Anmeldung zum Kongress bis 16. Juni noch zum Frühbuchertarif unter: www.gesundheitswirtschaftskongress.de.

Nur ein wenig mitgeholfen. NUR EIN WENIG MITGEHOLFEN?

Ich bin völlig unwichtig…
… lautet der fast schon „unverschämte“ Biographietitel einer ganz und gar nicht unwichtigen Person: Ursel Preuhs.

So schreibt die Autorin Isabel Lenuck: „Geboren 1931 in Hamburg, erlebte sie als kleines Mädchen die Entlassung ihres Vaters als „Staatsfeind“, eine Schulzeit in angstvoller Anspannung vor Bombenabwürfen und Denunziation ihrer „Sozi-Eltern“ bis hin zum Kriegsende und der damit für die Familie Preuhs neu beginnenden demokratischen Freiheit.

Endlich konnte man wieder seine Meinung sagen und sich einmischen!“ Und das hat sie auch, sich eingemischt und engagiert: Über 50 Jahre hat sie politischen Einfluss genommen, um die Lebensbedingungen der Hamburger*innen zu verbessern. Mit großem Erfolg. Dennoch wird sie nicht müde zu betonen: „Ich bin völlig unwichtig!

Wie oft habe ich diesen Satz während der Monate, in denen wir uns trafen, um die Geschichte ihres Lebens nachzuzeichnen, nur gehört? Sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, ist der mehrfach ausgezeichneten Hamburger Politikerin völlig fremd. So sei auch Ihre Mitarbeit an diesem Buch nur aus einem einzigen Beweggrund geschehen:

Der einzige Grund, weshalb ich an dieser Biographie überhaupt mitwirke ist meine Hoffnung, dass die Menschen niemals vergessen mögen, wie wertvoll Freiheit und Demokratie sind. In einem freien Land zu leben, ist keine Selbstverständlichkeit, das habe ich am eigenen Leib erfahren. Ich bin nun 88 Jahre alt und es ist mir ein Gräuel zu erleben, dass hier in Deutschland im Jahr 2019 wieder demokratiefeindliche Kräfte erstarken und sich die Gesellschaft in mancherlei Hinsicht zurückzuentwickeln scheint. Nie wieder darf es so etwas Furchtbares wie 1933 geben! In meinem ganzen Leben habe ich mir zu allen Gelegenheiten, ob Geburtstag, Silvester oder Weihnachten immer nur eines gewünscht: Frieden. Nicht Gesundheit, nicht Wohlstand, sondern immer nur Frieden!

Immer wieder betont sie, dass sie in den Jahren 1949-2017, in denen sie sich politisch und gewerkschaftlich engagierte „nur ein wenig mitgeholfen habe”, die sozialen Lebensumstände zu verbessern. Nur ein wenig mitgeholfen? NUR EIN WENIG MITGEHOLFEN?

Von wegen! Seitdem ich Ursel Preuhs im März 2019 kennengelernt habe, ist kein einziger Tag vergangen, an dem ich nicht voller Bewunderung an sie dachte, nicht voller Begeisterung von ihr erzähle!

Das Schreiben an ihrer Biographie hat mir die Augen dafür geöffnet, dass der uns alltäglich umgebende Lebensstandard ganz und gar nicht selbstverständlich ist: Demokratie, Meinungsfreiheit, Abenteuerspielplätze, Seniorentreffpunkte, Barrierefreiheit an jedem Bahnhof und in öffentlichen Anlagen, eine buntgefächerte „Kultur von unten“ fernab von Staatsoper und Kunsthalle, Hospize, Kontaktstudium für Senioren, Einzelzimmer im Pflegeheim, der über ganz Hamburg verteilte ambulante Pflegedienst uvm. gehören so selbstverständlich zu unserem Leben in 2020, dass man meinen könnte, diese Errungenschaften wären alle schon immer da gewesen und quasi „aus dem Nichts“ erschienen.

„Ambulanter Pflegedienst? Schon immer dagewesen? Mitnichten!” erinnert mich Frau Preuhs. „Wenn man Glück hatte, kam die Gemeindeschwester und sah nach einem, aber das war dann eine gute Tat der Kirche und kein bestehender Rechtsanspruch. Die ambulanten Pflegedienste wurden erst viel später eingerichtet. Dafür haben wir lange gestritten.” Sie muss es wissen, hat sie doch jahrelang Vollzeit als Oberschwester in der Diabetikerzentrale am Berliner Tor gearbeitet und dort händeringend nach Krankenschwestern gesucht, die ihre Diabetiker zuhause versorgten. Nachmittags um halb vier begann dann ihre zweite Schicht, als Abgeordnete im Kommunalparlament, die oft weit bis nach Mitternacht andauerte. 10 Jahre lang hat sie als erste Frau Hamburgs den Vorsitz der Bezirksversammlung Nord geführt. „In Nord “regiert” jetzt eine Frau“ titelte das Hamburger Abendblatt unmittelbar nach ihrer Wahl zur Vorsitzenden. Eine Frau an der Spitze? 1973 eine wahre Sensation.

Mit großer Freude habe ich einige wichtige Stationen ihres bewegten Lebens aufgeschrieben und wäre mit Abschluss der Arbeiten an der Biographie am liebsten selbst Politikerin geworden! Die politischen Erfolge und gesellschaftlichen Veränderungen, an denen sie mitwirkte, haben mich beflügelt. Alles schien möglich. „Geht nicht, gibt’s nicht!“ lautete das Motto von Ursel Preuhs, mit dem alles erreichbar schien.

Aber man darf sich nicht täuschen lassen: Liest man die spannende Biographie, verdichten sich die 50 Jahre harter Arbeit und die daraus resultierenden verdienten Erfolge so sehr, als wäre alles in nur einem einzigen Augenblick geschehen, und jede Errungenschaft nur eine lustige Anekdote von zwei Seiten Erzählung gewesen. Dem ist aber keineswegs so!

„In der Politik muss man sehr viel Geduld haben. Fünf Jahre sind nichts! Es hat alleine 20 Jahre gedauert, bis wir den rechtlichen Anspruch auf ein Einzelzimmer im Altersheim unabhängig vom Einkommen durchgesetzt hatten. 20 Jahre! Und wir haben da nicht einen Tag lockergelassen!“

Angesichts dieser Zeitspannen erscheint der Einsatz von Ursel Preuhs und ihren Mitstreiter*innen nur noch außergewöhnlicher. Doch mit Bewunderung alleine sollte es nicht getan sein. „Engagiert euch, es lohnt sich!“ ruft uns Frau Preuhs zu „Demokratie ist so zerbrechlich!“

Ich bin völlig unwichtig– Die Biographie der Ursel Preuhs erscheint im April 2020 im medhochzwei-Verlag und kostet 19,90 Euro.

Hier zu bestellen.

Großer Dank gebührt Ulla Lohmann und Heinz Lohmann für ihre unermüdliche Mitarbeit an dieser wertvollen Publikation.“ 🙏

Lesen Sie den ganzen Artikel (mit Fotos von Ursel Preuhs!): 👉
https://isabel-lenuck.de/ich-bin-voellig-unwichtig/

Zukunft braucht Mut

22 Kolumnen zu den Chancen Sozialer Gesundheitswirtschaft und gegen Bürokratie und Regulierungswut

Zunächst hatte Heinz Lohmann befürchtet, bei der Durchsicht seiner seit 2007 erschienenen Kolumnen auf einige durch den Zeitablauf überholte Positionen und Forderungen zu stoßen. Bei der Lektüre war er dann doch einigermaßen erschrocken, dass das Gegenteil der Fall war. Seine Texte aus den letzten zwölf Jahren sind nach wie vor aktuell, was der Autor für nicht unbedenklich hält. Zeigt es doch, dass die Gesundheitswirtschaft in diesen Jahren noch eine sehr gemächliche Dynamik entwickelt hat.

Die Sammlung der Kolumnen zu Chancen Sozialer Gesundheitswirtschaft vereint 22 Statements gegen Bürokratie und Entscheidungslosigkeit. Unter dem Titel „Zukunft braucht Mut“ fordert der Kolumnist unternehmerische Manager mit Konzept und Tatkraft sowie einen Staat, der die Marktordnung für eine Soziale Gesundheitswirtschaft etabliert. Heinz Lohmann wünscht sich Akteure, die einer überbordenden Regulierungswut mutig entgegentreten und im Wettbewerb um die Gunst der Patienten ringen. Die Titel spiegeln die Spannweite der Inhalte wider. „Gesundheitswirtschaft mit gewaltigen Potenzialen“, „Wertschätzung durch Wertschöpfung“, „Modernisierung vor Regulierung“, „Patienten treiben den Wandel“ sind nur einige davon. Im Kern geht es dem Autor um selbstbewusste Partner – auf der einen Seite einen starken Staat, der seine Grenzen kennt, und auf der anderen Seite ein innovatives Management, das seine Rolle aktiv ausfüllt. Wenn die Kolumnen die Leser auf- und anregen, haben sie ihr Ziel erreicht.

Bestellen Sie sich noch heute Ihr persönliches Exemplar:

Zukunft braucht Mut
Kolumnen zu Chancen Sozialer Gesundheitswirtschaft
medhochzwei Verlag, Autor: Heinz Lohmann

Artikelnummer: 86216624 Verfügbarkeit: lieferbar
19,99 € inkl. MwSt.

Eine weitere, im April bei medhochzwei erscheinende Publikation finden Sie hier: Ich bin völlig unwichtig. Immer unterwegs für ein lebenswertes Leben. Eine Biographie von Ursel Preuhs, geschrieben von der Autorin Isabel Lenuck, herausgegeben von Ulla und Heinz Lohmann,

„Ich bin völlig unwichtig!“

Ich bin völlig unwichtig!“ Das hat Ursel Preuhs der Autorin Isabel Lenuck in vielen langen Gesprächen immer wieder gesagt. Dabei ist die persönliche Geschichte der 1931 geborenen gelernten Krankenschwester ein Spiegelbild der Zeit, auch wenn das Maß ihres Engagements nur als außergewöhnlich bezeichnet werden kann.

Der Vater verlor als Gewerkschaftssekretär mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten seinen Arbeitsplatz und musste um seine Unversehrtheit fürchten. Die Erfahrungen der frühen Jahre waren Ausgangspunkt für ein aktives gesellschaftliches Leben – bis heute.

Isabel Lenuck (li.) und Ursel Preuhs (re.) Foto: Falk Baron Rausch von Traubenberg

Das Buch zeichnet in 50 Episoden den spannenden Lebensweg der heute fast neunzigjährigen Ursel Preuhs nach. Ihre Geschichte zeigt deutlich, dass Vieles, was gegenwärtig als selbstverständlich erscheint, mühsam und hartnäckig erstritten werden musste. Aber es ging seit den Jahren nach dem 2. Weltkrieg kontinuierlich voran. Heute jedoch beschleicht Ursel Preuhs gelegentlich das Gefühl, es könnte vorbei sein mit der positiven Entwicklung.

Dabei gilt es gerade jetzt, für seine Überzeugungen einzutreten und um Unterstützung zu werben. Ursel Preuhs ist deshalb auch nicht verzagt, sondern ist weiterhin unterwegs für ein lebenswertes Leben, so wie sie es immer war. Die klare Botschaft ihrer bemerkenswerten Biographie ist eindeutig: „Engagiert euch!“

Sichern Sie sich jetzt Ihre Erstausgabe von dem in dieser Woche erscheinenden Buch:

Ich bin völlig unwichtig!

Immer unterwegs für ein lebenswertes Leben

Autorin: Isabel Lenuck, Herausgeber: Ulla Lohmann und Prof. Heinz Lohmann

Artikelnummer: 86216630

Verfügbarkeit: erscheint im April 2020
19,90 €inkl. MwSt.

Das Buch ist hier erhältlich beim medhochzwei-Verlag.

„Im Mittelpunkt die Kunst!

Rene S. Spiegelberger ist Gast von Prof. Heinz Lohmann beim TV-Talk „Mensch Wirtschaft!“

Der Vorstand der Spiegelberger Stiftung ist aktueller Gast des TV-Talks „Mensch Wirtschaft!“. Rene S. Spiegelberger spricht mit dem Moderator der Sendung bei Hamburg1 über seine Leidenschaft zur Kunst. Dabei spielt ein ganz kleines Ölgemälde eine große Rolle. Insgesamt geht es um den Einfluss der Kunst bei den Veränderungen unserer Gesellschaft und wie die Vermittlung der Inhalte an Schulkinder deutlich verbessert werden kann.

Menschen stehen im Mittelpunkt des TV-Talks „Mensch Wirtschaft!“. Monat für Monat seit nun schon fast 15 Jahren widmet sich der Gesundheitsunternehmer Prof. Heinz Lohmann als Gastgeber der Sendung Unternehmern, Managern und Eigentümern großer und kleiner Betriebe, die für unsere Wirtschaft Bedeutung haben. Es geht in den Gesprächen darum, was diese Menschen beruflich antreibt. Ist es wirklich nur das Geld? Wie sind sie zu dem geworden, was sie heute sind? Was sind ihre wichtigsten Ideen und Projekte? Und welche persönlichen Ziele haben sie sich für die Zukunft vorgenommen?

„Mensch Wirtschaft!“ wird auf Hamburg 1 am Donnerstag, 09. April 2020, um 21:15 Uhr ausgestrahlt und um 23.15 Uhr wiederholt. Der Talk kann auch zu den Sendezeiten per Livestream überall im Internet unter www.hamburg1.de empfangen und zu einem späteren Zeitpunkt in der Mediathek jederzeit aufgerufen werden.