Lehren aus der Krise

Wie beschaffen Krankenhäuser in der Zukunft?

Die Corona Krise hat das Arbeiten und auch die Beschaffung in Krankenhäusern nachhaltig verändert. Um auf den Ausnahmezustand reagieren zu können, wurden viele Möglichkeiten der Digitalisierung schneller genutzt als ursprünglich geplant. Viele Einrichtungen wurden sozusagen zu ihrem Glück gezwungen, und setzen vermehrt auf digitale Kommunikation, um die Beschränkungen der Abstandsregeln zu kompensieren. Es scheint offensichtlich, dass nach Bewältigung der Corona Krise nicht zum Alltag zurückgekehrt werden kann, der vor der Krise herrschte. Die auch durch den Rettungsschirm zur Verfügung gestellten Mittel müssen sinnhaft investiert werden, um eine weitere Optimierung der Prozesse, vor allem in der Beschaffung, zu erreichen. Aus Sicht der Prospitalia sind vor allem folgende Bereiche entscheidend:

Effizientere Beschaffung durch einen „Single Point of Information“

Stammdaten, Preis- und Herstellerinformationen, alternative Artikel – all das sind zentrale Informationen für die Beschaffung, die vielerorts noch mühselig aus verschiedenen Systemen zusammengesucht werden. Das ist ineffizient und zeitintensiv. Bereits heute bieten verschiedene Artikelinformationssysteme alle relevanten Informationen aus einer Hand, inklusive der Möglichkeit, diese Informationen direkt in die Materialwirtschaftssysteme einzuspeisen. Es ist an der Zeit, alle Krankenhäuser auf dieses digitale Niveau zu heben, um wirklich effizient und transparent zu arbeiten.


Autor: Markus Wild, CEO der Prospitalia GmbH.

Elektronische Verbrauchserfassung – genaue Bedarfsermittlung

Noch immer ist es in vielen Häusern Standard, die verbrauchten Implantate händisch zu erfassen. Viele Verbrauchsmaterialien werden noch immer nicht verursachungsgerecht zugeordnet. Diese Ungenauigkeiten führen zu Unklarheiten bezüglich der genauen Bedarfe, was sich vor allem in Krisen und bei knappen Ressourcen als problematisch erweist. Die zur Verfügung stehenden mittel zur genauen, digitalen Verbrauchserfassung müssen genutzt werden.

Intensive Vernetzung durch digitale, themenspezifische Arbeitsgruppen

Gerade in der Krise ist der Austausch und die Vernetzung von Krankenhäusern untereinander, ebenso wie mit Dienstleistern wie der Prospitalia ein entscheidender Mehrwert, um knappe Mittel bedarfsgerecht zu verteilen. Auch in normalen Zeiten muss diese Kommunikation aufrechterhalten werden und das Expertenwissen untereinander gefördert werden

Regelmäßiger Austausch auf operativer und strategischer Ebene

Jedes Krankenhaus reagiert eigenständig und unterschiedlich in der Krise. Jeder probiert, durch die ihm zur Verfügung stehenden Kanäle, optimale Lösungen zu erzielen. Durch einen regelmäßigen Austausch sowohl auf der operativen administrativen Ebene als auch auf der strategischen Ebene der Geschäftsführung, können derartige Abstimmungen antizipiert sowie die Abstimmung in Krisenzeiten schneller koordiniert werden. Es ist absolut zu empfehlen, die Möglichkeiten des regelmäßigen operativen und strategischen Austauschs zu nutzen.

Verbindliche und verlässliche Abnahmemengen – auch ohne Krise

Gerade in Krisenzeiten bei beschränkten Ressourcen bestehen viele Produzenten auf bestätigte und verbindliche Abnahmemengen. Auch in normalen Zeiten sollte hier eine höhere Verbindlichkeit seitens der Krankenhäuser gegeben sein, um die vertrauensvolle Beziehung zu Einkaufsdienstleistern und Medizinprodukteherstellern weiter zu festigen und zu vertiefen.

Ansprechpartner: Toni Mateus da Silva, Marketing Director der Prospitalia Group

E-Mail: t.dasilva@prospitalia.de

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