KLINIKAWARD 2019: ACQUA KLINIK ERHÄLT „OSCAR DER KLINIKBRANCHE“

Die ACQUA Klinik ist mit dem KlinikAward 2019 für die Kategorie „Bestes Klinikmarketing“ ausgezeichnet worden.

Der renommierte Preis zeichnet seit 2006 Transparenz und Wettbewerb im Klinikmarkt aus und wird alle zwei Jahre an Kliniken verliehen, die im Bereich Marketing und PR eine mittel- und langfristige Strategie anwenden, die konsequent am Nutzen der Zielgruppen ausgerichtet ist. Er gilt auch als „Oscar der Klinikbranche“.

Prof. Gero Strauss nahm die Auszeichnung von Laudator Prof. Heinz Lohmann im eindrucksvollen Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt entgegen.

KlinikAward 2019 „Bestes Klinikmarketing“
Laudatio von Professor Heinz Lohmann

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

als ich einen Geschäftspartner um viertel vor sechs morgens auf dem Bahnhof Hamburg-Dammtor traf, um ihm auf meine Einladung hin die Acqua Klinik in Leipzig zu zeigen, hat er mir als erstes berichtet, dass seine Frau ihm zwei Stunden vorher bei seiner Abfahrt von zu Hause, ganz im Norden von Schleswig-Holstein, zugerufen hatte: „Ihr seid verrückt!“ Waren wir aber nicht. Wir wollten uns schließlich die Zukunft der Medizin anschauen. Im Zug haben wir uns über Krankenhäuser ausgetauscht. So berichtete ich ihm von einer Besichtigung eines nagelneuen OP-Zentrums mit 20 Tischen in einer großen Klinik in Norddeutschland. Aus den OP-Zahlen, Art und Anzahl der OPs, hatte ich geschlossen, dass 12 Tische dicke ausreichen müssten. Allerdings konnte ich mich überzeugen, dass sie die 20 OP-Tische tatsächlich brauchten und immer noch knapp dran waren. Weshalb sich zwei eifrige OP-Manager, jeder mit mehreren Mobiltelefonen ausgestattet, bemühten, den OP-Betrieb so einigermaßen am Laufen zu halten. Das Improvisationstheater war gigantisch!

Stunden später in den OPs der Acqua Klinik erlebten wir dann ein kleines Wunder. Die Operation fing pünktlich an und war vollständig durchstrukturiert. Alle Beteiligten arbeiteten auf einem digitalen Workflow. Eine Stimme aus dem Off sagte den jeweils Agierenden, also zunächst der Pflegekraft, dann dem Anästhesisten und dann dem Operateur an, was für die gerade stattfindende Nasennebenhöhlen-OP in 64 vorher genau festgelegten Einzelschritten zu tun ist. Alle quittierten den Abschluss der von ihnen zu erledigenden Aufgaben im System. Der Operateur zum Beispiel durch Betätigen eines Fußschalters. Weiter ging es mit dem nächsten und dann dem übernächsten Schritt. Ständig wurde die geplante OP-Endzeit an den realen Verlauf angepasst, am Ende der Operation war der Bericht automatisch erstellt, einschließlich der Fotos und Videos.

Folge der Nutzung des Systems ist, dass sich die Zeiten der verschiedenen Operateure in wenigen Wochen angleichen und alle nach denselben Regeln arbeiten. Die Qualität und die Ökonomie verbessern sich eindeutig und nachhaltig. Auch außerhalb der OPs arbeiten alle Beschäftigten, vom Empfang bis zur Entlassung des Patienten an der Rezeption auf digitalen Workflows. Jetzt wird diese Arbeitsweise gerade auf die mit dem Zentrum zusammenarbeitenden Praxen ausgeweitet, wobei auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt. Damit kann den Ärzten wissensbasierte Diagnostiksoftware zur Verfügung gestellt werden.

Die Vorteile des gesamten Systems liegen bei den diagnostisch und therapeutisch Tätigen und allen weiteren Beschäftigten – sie werden von Dokumentations- und Logistikaufgaben weitgehend befreit und können sich ausschließlich den Patienten widmen. Natürlich profitiert die Acqua Klinik, weil sie jeden einzelnen Fall wirtschaftlicher gestalten kann und zudem immer mehr Patienten anzieht. Letzteres, weil die Acqua Klinik den Patienten ein exaktes Leistungsversprechen geben und halten kann. Die Behandlung ist nicht mehr davon abhängig, ob Dr. Franz oder Dr. Otto, Schwester Susi oder Schwester Bertha agieren, oder ob sie am Montag oder Donnerstag stattfindet. Sie hat einen immer gleich strukturierten Ablauf, der natürlich, wenn es erforderlich sein sollte, den individuellen Erfordernissen des Patienten angepasst werden kann.
Was die Acqua Klinik anbietet, ist, auf den Punkt gebracht, Markenmedizin. Was die Patienten nämlich wirklich interessiert, ist die Art und Weise wie ihre Behandlung konkret aussieht. Wann passiert was, wie passiert es und wann kann ich wieder nach Hause? Wie viele Abteilungen und Beschäftigte ein Krankenhaus hat und was die ansonsten so alles machen, welche Großgeräte und wie viele Operationssäle vorhanden sind, ob ein Neubau geplant oder das Haus unter Denkmalschutz steht, ist dem Patienten nicht wichtig. Ich habe z.B. auch noch nie ein Auto gekauft, mit dem Argument die Werkhalle sei prima geputzt, sondern immer nur wegen des Autos. In Leipzig wurde der zu diesem Paradigmenwechsel zwingend erforderliche Umbau von der institutionenbezogenen zur prozessorientierten Behandlung konsequent vollzogen.

Das Motto der Stunde darf deshalb in der öffentlichen Debatte nicht lauten „Rettet die Medizin“, die die Ärzte von früher kennen, sondern schafft die Medizin, die sich die Patienten wünschen.

Die Acqua Klinik in Leipzig macht das vor. Auch im Interesse der Mitarbeiter. Sie hängen nicht am Telefon, faxen nicht und rennen nicht kopflos im Haus umher, sondern sind bei den Patienten, wo sie hingehören und auch sein wollen. Deswegen arbeitet die Acqua Klinik vorbildlich und erhält zu Recht den Award „Bestes Klinikmarketing“.
Herzlichen Glückwunsch Professor Strauß und seinem ganzen Team!

Berlin, 16. Oktober 2019

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