Erneute Rekordbeteiligung beim zentralen Branchentreffen

14. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS fordert Moderni­sierung vor Regulierung

Erneute Rekordbeteiligung beim zentralen Branchentreffen

Mit der Forderung nach einer Sozialen Gesundheitswirtschaft ist der 14. GESUND­HEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS heute (20. September) in Hamburg zu Ende gegangen. Das zentrale Branchentreffen verzeichnete mit rund 880 Teilnehmern aus ganz Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland erneut eine Rekordbeteiligung. In über 40 Einzelveranstaltungen mit mehr als 220 Referenten und Moderatoren standen alle aktuellen und künftigen Themen auf der Agenda. Heiß diskutiert wurde angesichts der aktuellen gesundheitspolitischen Debatte in diesem Jahr die Frage, „Brauchen wir mehr Staat oder mehr Unternehmertum?“. Auf den Podien wurde dabei ganz deutlich, dass die Manager und Unternehmer die gegenwärtige Entwicklung skeptisch sehen. Wettbewerb sei allemal wirksamer als ein Gestrüpp von Gesetzen und Verordnungen mit Detailvorschriften, die sich immer wieder auch einmal widersprächen.

Zuviel Regulierung lähme die Akteure ausgerechnet in einer Situation, in der unsere Gesellschaft einem starken Wandel unterliege. Management und Politik müssten „sich bewegen“. Dabei seien mehr Aktivität und mehr Freiräume die entscheidenden Stichworte. Ganz wichtig sei, dass der Wettbewerb der Gesundheitsanbieter untereinander die Rolle der Patienten ganz wesentlich stärke. „Ich bin froh, dass die beim 14. GESUNDHEITS­WIRTSCHAFTSKONGRESS versammelten Manager und Unternehmer deutlich Verantwortung übernommen haben und bereit sind, mit eigenständigen Lösungen den Herausforderungen zu trotzen“, resümierte der Kongresspräsident Professor Heinz Lohmann.

Was sonst noch geschah:

Der Avatar KIM des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein demonstrierte sein Können und kündigte an, in nächster Zeit, über Mithilfe beim Self Check-in hinaus, weitere Aufgaben zu übernehmen, um die Mitarbeiter in Krankenhäusern zu entlasten. Sie sollen mehr Gelegenheit haben, sich intensiv um die Patienten zu kümmern.

Die Christoph Lohfert Stiftung überreichte bereits zum 6. Mal den Lohfert-Preis auf dem Kongress. Preisträger in diesem Jahr ist das Hygieneprojekt „AHOI – Patient im Boot“ der Universitätsmedizin Greifswald.

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr war auch 2018 das BQS-QUALITÄTSFORUM wiederum mit zwei Veranstaltungen bei den Teilnehmern sehr begehrt. Ein Highlight war zudem die Verleihung des Deutschen CHANGE Award.

Das Signet „Buchtipp Gesundheitswirtschaftskongress 2018“ erhielten in diesem Jahr die aktuellen Veröffentlichungen: „Das Martini-Prinzip“ der MWV– Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, „Gesundheit und Arbeit 4.0“ des medhochzwei Verlages, „Marketingcontrolling im Krankenhaus“ der Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage und „Risiko- und Krisenmanagement im Krankenhaus“ des W. Kohlhammer Verlages.

Heftig gestritten wurde über die Frage „Medizin im Datenrausch: Irrweg Big Data?“ zwischen Prof. Dr. Gerd Antes vom Deutschen Cochrane Zentrum und Prof. Dr. Dr. Wolfgang Holzgreve vom Universitätsklinikum Bonn.

Die BDO legte in Kooperation mit dem DKI die Studie „Das Krankenhaus als attraktiver Arbeitgeber“ vor und griff damit ein hochrelevantes Problem in vielen Kliniken auf.

Auf dem Talk Point erläuterte die Co-Founderin von FUSE-AI und Spezialistin für künstliche Intelligenz Dr. Sabrina Reimers-Kipping im Gespräch mit Professor Heinz Lohmann ihre Position zu der Frage: „Wird KI den Menschen ersetzen?“

Für inspirierende Momente sorgte der Besuch des MailArt-Künstlers Hans Braumüller. Er gestaltete und signierte direkt vor Ort für die Teilnehmer des Kongresses kleine Kunstwerke.

Der 15. GESUNDHEITSWIRTSCHAFSKONGRESS findet im kommenden Jahr am 17. und 18. September 2019 wiederum in Hamburg statt.

Aktuelle Informationen und direkte Anmeldung zum diesjährigen GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am 19. und 20. September im Grand Elysée Hotel ständig unter: www.gesundheitswirtschaftskongress.de.

3 comments » Write a comment

  1. Viele neue Perspektiven und Lösungsansätze wurden am Kongress sehr professionell und in guter Atmosphäre diskutiert – in jedem Fall eine echte Horizonterweiterung! Und, so dramatisch auch der Fachkräftemangel derzeit in Deutschland und Österreich ist, so gibt es doch auch einen positiven Aspekt: der Fachkräftemangel pusht jene Häuser, die noch im digitalen Dornröschenschlaf waren in die richtige Richtung. Das bedeutet endlich Entlastung für die Pflege und Ärzte und Rückkehr zu ihrer Kernkompetent – „Heilen statt faxen“.

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