Die duale Krankenhausfinanzierung ist in zehn Jahren endgültig am Ende

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr

Die Überschrift ist eine Prognose von Prof. Heinz Lohmann, entnommen einer Pressemeldung zum 8. Gesundheitswirtschaftskongress im Jahre 2012. Diese Vorhersage lasse sich aus der in den vergangenen Jahren stetig abnehmenden Investitionsförderung durch die Bundesländer klar ableiten.

Längst rückt das Datum für den 9. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS in greifbare Nähe, da meldet sich Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr zu Wort. Nach dem launigen Wahlkampfgeplänkel bei Markus Lanz, neulich Abend im ZDF, kündigte er in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) an, die Krankenhausfinanzierung umkrempeln zu wollen. Das berichtet Health&Care Management. Sobald der Artikel in der FAZ online steht, liefern wir den gern nach.

Den Umbau beschreibt @danielbahr als ein großes Zukunftsprojekt. Die Kritik geht spürbar in Richtung der Länder, die ohne die nötigen Investitionen zu tätigen, über die Anzahl und die Standorte von Krankenhäusern entscheiden wollten. Fehlende Mittel werden aus den Überweisungen der Krankenkassen geschöpft. Das treibe die Krankenhäuser in die Falle. Die Steigerung der Fallzahlen sei keine Lösung.

Daniel Bahr plädiert für eine Finanzierungsform, die die Qualität der Leistung in den Mittelpunkt stellt. Das deckt sich mit den Überlegungen von Heinz Lohmann aus dem letzten Jahr. Aktive Krankenhausmanager hätten inzwischen begriffen, dass sie die Finanzierung in die eigenen Hände nehmen müssten.

Qualität und Produktivität sind die zentralen Themen der nächsten Jahre. Wer jetzt in die Richtung „marschiert“, wird künftig Erfolg haben. Wer immer noch auf den Staat hofft, dem ist bald nicht mehr zu helfen.

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