Bereitschaft zum Umdenken

12. ÖSTERREICHISCHER GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS diskutiert über geplante Prozesse

„Technik und Humanität sind keine Gegensätze“, betont der Gesundheitsunternehmer Professor Heinz Lohmann. Die Nutzung moderner Technologien ermögliche im Gegenteil den Expertinnen und Experten in der Medizin da zu sein, wo sie hingehörten, nämlich beim Patienten. Wer mit seiner Nase im Dokumentationsbogen stecke, sein Ohr am Telefon habe, um „mal eben schnell“ die einzelne Behandlung zu organisieren oder mit der Blutprobe über das Spitalsgelände haste, sei jedenfalls am falschen Ort. Eine Studie habe jüngst ergeben, dass Ärzte täglich bis zu 4 Stunden und Krankenpflegekräfte bis zu 3 Stunden allein mit solchen völlig berufsfremden Tätigkeiten verbrächten. Deshalb wäre es fahrlässig, weiterhin auf den Einsatz der in anderen Branchen längst erprobten Methoden und Technologien der Prozessoptimierung zu verzichten. Ganz abgesehen davon, dass heute tagtäglich in Krankenhäusern und anderen Gesundheitsbetrieben die Arbeitskraft der immer rarer werdenden ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter „verplempert“ werde, sei das „übliche Improvisationstheater“ auch noch höchst ineffektiv. Die Verbesserung der Arbeitsprozesse erfordere von allen Beteiligten die Bereitschaft zum Umdenken. Das gelte für die Manager genauso wie für Ärzte, Krankenpflegekräfte und alle anderen Akteure. Prof. Lohmann nachdrücklich: „Die Duldung von Unwirtschaftlichkeit ist unethisch.“

Der 12. ÖSTERREICHISCHE GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am 11. März in Wien thematisiert unter dem Motto „Vom Improvisationstheater zur strukturierten Medizin“ die Realisierung geplanter Behandlungsprozesse. Es diskutieren die Leiterin der Stabsstelle Qualitäts- und Risikomanagement & Medizincontrolling des Orthopädischen Spitals Speising, Mag. Elvira Fröschl-Engl, der Geschäftsführende Gesellschafter von MP2 IT-Solutions, Manfred Pascher, der Senior Account Manager von SHAM, Dirk Bednarek, der Vertriebsleiter DACH des Surgical Process Institute, Caius H. Unterberg, der Projektmanager des NursIT Institute, Stephan Hohndorf-Meurs, sowie der Ärztliche Direktor der Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder Österreich, Univ. Prof. Ing. Dr. Gerhard Stark. Die Moderation übernimmt Dr. Konrad Rippmann.

Aktuelle Informationen und direkte Anmeldung unter: www.oegwk.at

Schreiben Sie einen Kommentar

Required fields are marked *.