Pflege gehört ins Team:

DRG plus – Modernisierung des Fallpauschalensystems jetzt! Thesen für eine patientenzentrierte Krankenhausfinanzierung durch Weiterentwicklung des Entgeltsystems mit klarem Qualitäts- und Leistungsbezug unter Integration der Pflegeleistungen von Professor Heinz Lohmann

  1. Die Pflege ist in aller Munde. Das ist gut so. Die öffentliche Diskussion hat die Politik inzwischen voll erreicht. Und die sieht sich veranlasst, direkt regulatorisch einzugreifen. Das geschieht nach dem Motto: „Viel Geld hilft viel“.
  2. Mit der Bereitstellung von mehr Geld sind die Probleme der Pflege aber nicht umfassend und nachhaltig lösbar. Vielmehr sind innovative Lösungen vonnöten, die die Pflegenden von berufsfremden Aufgaben, etwa in der Logistik und der Dokumentation, befreien, damit sie ihre Arbeitskraft für die Betreuung der Patienten konzentriert einsetzen können. Die Chancen der Digitalisierung müssen hierbei umfassend genutzt werden.
  3. Auch die aktuelle Sofortmaßnahme, die Pflege aus der geltenden Leistungsorientierung der Krankenhausfinanzierung herauszulösen und für sie die Selbstkostendeckung wieder anzuwenden, ist nicht sachgerecht, weil hierdurch der Anreiz, die Behandlungsabläufe auf die Interessen der Patienten auszurichten, konterkariert wird. Zudem gehört die Pflege auf jeden Fall in das Team der diagnostisch und therapeutisch tätigen Mitarbeiter in den Kliniken. Eine Separierung der Pflege ist nicht zielführend.
  4. Das Selbstkostendeckungsprinzip, das 1972 durch das Krankenhausfinanzierungsgesetz in der Bundesrepublik Deutschland eingeführt wurde, hat sich schon damals schnell als fehlsteuernd erwiesen. Beginnend bereits ab Mitte der 70er Jahre hat die Politik mit einer Vielzahl von Spargesetzen versucht, den Fehlanreizen gegenzusteuern.
  5. Im Selbstkostendeckungsprinzip werden die Krankenhäuser alimentiert. Die Patienten können mit ihren Auswahlentscheidungen keinen steuernden Einfluss auf die Leistungserbringung der Behandlung erwirken. Dieser Grund und die zunehmend ausufernden Kosten haben in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre dazu geführt, Ideen zu einem leistungsorientierten Entgeltsystem zu entwickeln. Das Prinzip lautete, „Geld folgt der Leistung“ und sollte damit die Patientenpräferenz stärken.
  6. Die überkommene Krankenhausfinanzierung einschließlich der in den 1990er Jahren in Deutschland entwickelten Fallpauschalen für ausgewählte medizinische Leistungen wurde 2003 durch ein umfassendes G-DRG-System abgelöst. Die damit beabsichtigten Ziele, die Verkürzung der Verweildauern sowie eine verbessere Produktivität, wurden erreicht. Öffentlich beklagt wurden in der Folge die Fallzahlausweitung und der Kostendruck, der sich insbesondere in der Pflege belastend ausgewirkt hat.
  7. Deshalb muss das Krankenhausfinanzierungssystem jetzt dringend weiter entwickelt und zusätzlich zur bisherigen DRG-Methodik um weitere Bewertungselemente ergänzt werden. Insbesondere ist das Patientenwohl, die Pflege- und Servicequalität und das Innovationsvermögen auch für Investitionen zu berücksichtigen.
  8. DRG plus wird künftig als patientenzentrierte Krankenhausfinanzierung mit klarem Qualitätsbezug unter Integration der Pflegeleistungen gestaltet. Das Patientenwohl bestimmt dabei die Finanzierungssystematik entscheidend mit.
  9. DRG plus ist auf mittlere Sicht auf die ambulante Patientenbehandlung auszuweiten, um zudem die Fehlanreize aus den bisher getrennten Finanzierungssystemen für die stationäre und ambulante Medizin zu überwinden.

„Pastor und Lobbyist“

Norbert Groß ist aktueller Gast des TV-Talks „Mensch Wirtschaft!“
auf Hamburg1

Pastor i. R., was bedeutet das eigentlich für den aktuellen Gast des TV-Talks „Mensch Wirtschaft!“ auf Hamburg1? Norbert Groß schildert im Gespräch mit dem Moderator der Sendung, Professor Heinz Lohmann, was er heute macht. Insbesondere geht es aber um seine Berufsstationen als Pastor hier in Hamburg und als Lobbyist für die evangelischen Krankenhäuser in Berlin.

Menschen stehen im Mittelpunkt des TV-Talks „Mensch Wirtschaft!“. Monat für Monat seit weit mehr als 10 Jahren widmet sich der Gesundheitsunternehmer Prof. Heinz Lohmann als Gastgeber der Sendung Unternehmern, Managern und Eigentümern großer und kleiner Betriebe, die für unsere Wirtschaft Bedeutung haben. Es geht in den Gesprächen darum, was diese Menschen beruflich antreibt. Wie sind sie zu dem gekommen, was sie heute machen? Was sind ihre wichtigsten Ideen und Projekte? Und welche persönlichen Ziele haben sie sich für die Zukunft vorgenommen?

„Mensch Wirtschaft!“ wird auf Hamburg 1 am Donnerstag, 02. Mai 2019, um 21:15 Uhr ausgestrahlt und um 23.15 Uhr wiederholt. Der Talk kann auch zu den Sendezeiten per Livestream überall im Internet unter www.hamburg1.de empfangen und zu einem späteren Zeitpunkt in der Mediathek jederzeit aufgerufen werden.

„Patienten treiben den Wandel“

Professor Heinz Lohmann fordert unternehmerische Manager

Beim 15. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am 17. und 18. September in Hamburg stehen alle wichtigen aktuellen Themen der Branche auf der Agenda. Ganz wesentlich ist dabei die veränderte Rolle der Patienten.

Der Patient wird jetzt auch Konsument und damit Treiber auf dem Gesundheitsmarkt. Bisher galt „einweisen, zuweisen, überweisen“. Diese Begriffe sprechen eine verräterische Sprache. Da war keine aktive Rolle für den Patienten vorgesehen. Das wird sich in Zukunft ändern. Wie Patienten ihre Behandlung erleben, wird deshalb in Zukunft für die Bewertung der Leistung entscheidend sein. Bereits heute können Patienten leichter an Informationen gelangen. „Dr. Google“ und das Internet machen´s möglich. Vor wenigen Jahren war das noch völlig undenkbar. Zudem haben wir bisher in der überwiegenden Zahl, nämlich der 70jährigen und älteren, Kriegs- und unmittelbare Nachkriegsgeneration behandelt, die mit Entbehrungen und Mangel aufgewachsen ist. Ihre Erwartungshaltung ist maßgeblich durch diese Erfahrung geprägt. Die künftig mehrheitlich auf die Gesundheitsanbieter zukommenden Menschen sind in den Zeiten des Wirtschaftswunders sozialisiert und seit der Jugend an eine aktive Konsumentenrolle gewöhnt. Sie werden die Akteure in unserer Branche ganz anders herausfordern.

Krankenhäuser sind traditionell Expertenorganisationen. Grund dafür ist, dass der Gesundheitsmarkt bisher von der Anbieterseite dominiert wurde. Die Nachfrageseite hat praktisch keine Rolle gespielt. Solche Märkte sind Institutionen zentriert. Medizin ist bisher an den vorhandenen Ressourcen ausgerichtet. Was da ist, wird eingesetzt. Das gilt für die Mitarbeiter, ihr Wissen und ihre Erfahrung sowie für die vorhandene Technik und die vorgefundenen Medizingeräte und Laborleistungen, aber auch für die Organisation. Deswegen ist die Behandlung überall unterschiedlich und sogar am Samstag anders als am Montag oder Mittwoch. Das ist deshalb nicht länger akzeptabel, weil Patienten mehr und mehr ein stabiles Leistungsversprechen erwarten. Deshalb muss die Medizin jetzt „vom Kopf auf die Füße gestellt“ werden, um sie auf die Bedürfnisse der Patienten auszurichten.

Das Patientenerlebnis muss ab sofort mehr sein als eine unverbindliche Floskel. Alle Beteiligten – Ärzte und Krankenpflegekräfte, aber auch Manager und Techniker – sind zur Aktion aufgerufen. Es gilt, die Behandlungsprozesse im Detail zu strukturieren und damit einem digitalen Workflow zugänglich zu machen. Die Gesundheitswirtschaft ist bereits, wenn auch noch nicht von allen erkannt, in einem gewaltigen Transformationsprozess. Neue Player aus der digitalen Wirtschaft und damit aus ganz anderen Branchen sind auf dem Vormarsch. Sie kennen sich mit den Erwartungen von Konsumenten exzellent aus und sind in ihrem Denken den traditionellen Akteuren der Gesundheitswirtschaft weit überlegen. Die müssen sich jetzt sputen, sonst werden sie in den kommenden Jahren links und rechts überholt.

Mit digitalen Workflows können einerseits die rarer werdenden Expertinnen und Experten von Routinetätigkeiten aller Art entlastet und andererseits die Arbeitsabläufe stabilisiert werden. Darüber hinaus kann durch die Digitalisierung deutlich wissensbasierter gearbeitet werden. Für die Patienten bringt das erhebliche Vorteile. Strukturierte Prozesse, die die Qualität der Medizin und des Services erhöhen und damit das Patientenerlebnis verbessern, wirken sich auch positiv auf die Produktivität aus. Das bisherige „Improvisationstheater“ bei den Abläufen der Gesundheitsanbieter ist ineffizient. Gezielte Investitionen zur Optimierung des Patientenerlebnisses rechnen sich. Auf jeden Fall sind unternehmerische Manager gefordert, um die Krankenhäuser auf den Paradigmenwechsel vorzubereiten. Patientenorientierung ist künftig ein absolutes Muss. Zuwarten ist angesichts der Herausforderungen keine Option mehr.

Aktuelle Informationen und direkte Anmeldung zurzeit noch mit Frühbucherrabatt zum 15. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am 17. und 18. September immer unter: www.gesundheitswirtschaftskongress.de.

„Koch mit Stern“

„Koch mit Stern“

Altmeister Josef Viehhauser ist Gast beim monatlichen TV-Talk „Mensch Wirtschaft!“ auf Hamburg1

„Koch ist nicht gleich Koch“, sagt Josef Viehhauser, der aktuelle Gast des TV-Talks „Mensch Wirtschaft!“ auf Hamburg1 und plädiert heute für eine Differenzierung des Berufes, je nach der Art und Weise der Ausbildung. Im Gespräch mit dem Moderator der Sendung, Professor Heinz Lohmann, zeichnet der Sternekoch seinen beruflichen Werdegang aus seiner Österreichischen Heimat bis nach Hamburg nach und berichtet über die Anfänge der ambitionierten Gastronomie in der Hansestadt.

Menschen stehen im Mittelpunkt des TV-Talks „Mensch Wirtschaft!“. Monat für Monat seit weit mehr als 10 Jahren widmet sich der Gesundheitsunternehmer Prof. Heinz Lohmann als Gastgeber der Sendung Unternehmern, Managern und Eigentümern großer und kleiner Betriebe, die für unsere Wirtschaft Bedeutung haben. Es geht in den Gesprächen darum, was diese Menschen beruflich antreibt. Wie sind sie zu dem gekommen, was sie heute machen? Was sind ihre wichtigsten Ideen und Projekte? Und welche persönlichen Ziele haben sie sich für die Zukunft vorgenommen?

„Mensch Wirtschaft!“ wird auf Hamburg 1 am Donnerstag, 04. April 2019, um 21:15 Uhr ausgestrahlt und um 23.15 Uhr wiederholt.

Der Talk kann auch zu den Sendezeiten per Livestream überall im Internet unter www.hamburg1.de empfangen und zu einem späteren Zeitpunkt in der Mediathek jederzeit aufgerufen werden.

Technik zum Vorteil für die Menschen beherrschen

11. ÖSTERREICHISCHER GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS sieht große Chancen durch die Digitalisierung für die Patienten

„Die Digitalisierung bringt große Chancen für die Patienten, wenn wir Menschen die Technik in den Griff bekommen und nicht die Technik uns Menschen beherrscht“, betonte der Präsident des 11. ÖSTERREICHISCHEN GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESSES, Professor Heinz Lohmann, in seiner Begrüßungsrede heute (13. März) in Wien. Es ginge bei der Digitalisierung nicht vordergründig um die Technik, sondern um einen grundlegenden gesellschaftlichen Kulturwandel. Bedeutend seien alternative Geschäftsmodelle, die die Zusammenarbeit auf eine neue Basis stellten. Auch bisher nicht in der Gesundheitsbranche tätige Akteure träten mehr und mehr auf den Plan. Diese neuen Player brächten eine starke Fokussierung auf den Konsumenten, also den Patienten, mit und stellten damit die bisherige Expertendominanz nachhaltig in Frage. Auf diese gewaltigen Herausforderungen müssten sich insbesondere tradierte Gesundheitsanbieter unverzüglich einstellen, wenn sie nicht das Nachsehen haben wollten. Prof. Lohmann dazu wörtlich: „Die Beschäftigten in der Gesundheitswirtschaft müssen sich bei den Veränderungen durch die Digitalisierung einbringen können, um mittendrin zu sein, wenn Neues entsteht, damit sie für sich mehr Sicherheit erlangen.“

„Gesundheit 2025: Gibt es uns dann noch?“ war der Titel des Impulsvortrages von Prof. Dr. David Matusievicz von der Hochschule für Oekonomie & Management in Essen. Der Referent machte deutlich, wie umfassend der digitale Wandel die ambulante und stationäre Medizin derzeit erfasst. In der anschließenden Auftaktpodiumsdiskussion ging es unter Beteiligung der Landesräte Mag. Christopher Drexler aus der Steiermark und Prof. Dr. Bernhard Tilg aus Tirol sowie dem Amtsführenden Stadtrat Peter Hacker aus Wien und wichtigen Vertretern der Gesundheitsbranche aus Österreich und Deutschland um die Frage „Zentral oder Dezentral – Regulierung oder Deregulierung: Wohin treibt das Gesundheitssystem?“ In 14 Einzelveranstaltungen diskutierten im weiteren Verlauf des Kongresses mehr als 85 Referenten und Moderatoren alle aktuellen Herausforderungen der Gesundheitsbranche.

Der 11. ÖSTERREICHISCHE GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS ist mit der Rekordbeteiligung von mehr als 500 Teilnehmern zu Ende gegangen. „Unsere Planung der Agenda mit einer Mischung aus Debatten zu visionären Themen und Berichten zu konkreten Projekten ist durch den großen Erfolg bestätigt worden“, fasste die Kongressleiterin Ines Kehrein von der agentur gesundheitswirtschaft ihr Fazit der Veranstaltung zusammen.

Hier der Text der Eröffnungsrede in vollem Wortlaut:

Grußwort des Präsidenten des 11. ÖSTERREICHISCHEN GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESSES in Wien,

Professor Heinz Lohmann zur Eröffnung am 13. März 2019

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

derzeit verändert sich unser Leben grundlegend. Ein ganz zentraler Treiber dafür ist die Digitalisierung. Wir stehen derzeit, davon bin ich überzeugt, erst ganz am Anfang eines radikalen Wandels. Aber eines wird schon klar, wir werden alle davon erfasst. Und da der gesellschaftliche Umbruch auch disruptiv ist, also mit der Vergangenheit bricht, lässt sich die Zukunft nicht so einfach voraussagen. Sie sehen mich hier zwar noch ganz real vor sich stehen, aber auch das wird schon in Kürze nicht mehr so selbstverständlich sein, wie wir gleich hier noch sehen werden.

Im Kern geht es darum, ob wir Menschen die Technik in den Griff bekommen und damit in unseren Gestaltungsprozess einbeziehen können oder ob die Technik uns Menschen beherrscht. Jetzt – in der immer intensiver voranschreitenden Digitalisierung – wird das Thema deutlich relevanter, ja, es wird dramatisch und für viele Menschen so bedrohlich, wie es die Folgen des technischen Umbruchs am Ende des 18. und im ganzen 19. Jahrhundert während der Industrialisierung auch waren.

Grundlegender Wandel ist für Menschen immer ein Einschnitt, der verunsichert. Wir Menschen sind auf Beständigkeit angelegt. Wir richten uns in den jeweiligen Gegebenheiten ein und finden unsere gesellschaftliche Position in Relation zur Positionierung anderer Menschen. Unser daraus gewonnener Status gewährt uns eine relative Sicherheit. Wenn dieses Gefüge in „Unordnung“ gerät, was derzeit passiert, entsteht aus Verunsicherung schnell tiefe Sorge vor Statusverlust. Und diese Sorge ist eine schlechte Basis für aktive Teilnahme am Veränderungsprozess. Im Gegenteil führt sie dazu, die aktive Mitwirkung zu versagen. Wenn ich erst einmal Sorge habe, zu den Verlierern des gesellschaftlichen Wandels zu gehören, nützen mir allgemeine politische Versicherungen, etwa, die Digitalisierung habe vielfältige Vorteile für Menschen, gar nichts mehr. Ich muss mich vielmehr in den Entwicklungsprozessen einbringen können, ja, mittendrin sein, wenn Neues entsteht, um mehr Sicherheit auch für mich ganz persönlich zu erlangen.

In so bewegten Zeiten wie diesen ist ganz besonders wichtig, dass die Verantwortlichen, Klarheit für sich gewinnen. Das gilt inzwischen mehr und mehr auch in der Gesundheitswirtschaft. Deshalb ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt für die Manager und Unternehmer der Gesundheitswirtschaft, zu einem intensiven Gedankenaustausch zusammenzukommen. Die Rekordbeteiligung an diesem Gipfeltreffen der Branche mit 500 Teilnehmern zeigt, dass sie, meine Damen und Herren, das genauso sehen.

Ich möchte sie deshalb sehr herzlich zum 11. ÖSTERREICHISCHEN GESUNDHEITSWIRTSCHAFTGSKONGRESS heute in Wien begrüßen. Ich freue mich über den Stellenwert dieser Veranstaltung persönlich sehr. Haben wir doch von Anfang an großen Wert darauf gelegt, auch sehr kontroverse Positionen zu Wort kommen zu lassen. Es ging immer darum, eine Plattform zu gestalten, die einen pluralistischen Diskurs nicht nur möglich macht, sondern ihn geradezu erzwingt. Erst der Austausch vielfältiger Argumente macht es möglich, gesellschaftliche Herausforderungen umfassend zu beleuchten und zu tragfähigen Lösungen zu gelangen. Deshalb ist es ein gutes und ermutigendes Zeichen, dass eine Vielzahl von herausragenden Referenten und Diskutanten aus Politik, Verbänden und insbesondere aus der Gesundheitsbranche selbst aktiv mitwirken. Stellvertretend für alle anderen möchte ich an dieser Stelle den Landesrat Mag. Christopher Drexler aus der Steiermark, den Amtsführenden Stadtrat Peter Hacker aus Wien und den Landesrat Prof. Dr. Bernhard Tilg aus Tirol begrüßen. Sie werden ihre Gedanken und Ideen für die Zukunft des Gesundheitssystems in die große Podiumsdiskussion gleich nach der Kongresseröffnung einbringen. Seien sie, meine Herren, und damit auch alle anderen Mitwirkenden, herzlich willkommen.

Meine Damen und Herren, gerade mit Blick auf die Digitalisierung und ihre Folgen möchte ich eines ganz deutlich festhalten: Es geht nicht vordergründig um Technik, sondern um einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel. Insbesondere in der Gesundheitswirtschaft wird der Rahmen der Debatte häufig viel zu eng gezogen. Es geht um alternative Geschäftsmodelle, die die Zusammenarbeit der Beteiligten auf eine neue Basis stellen. Auch bisher nicht in der Gesundheitsbranche tätige Akteure treten mehr und mehr auf den Plan. Diese neuen Player bringen eine starke Fokussierung auf den Konsumenten – also den Patienten – mit und stellen damit die bisherige Expertendominanz nachhaltig in Frage. Auf diese gewaltigen Herausforderungen müssen sich insbesondere die tradierten Gesundheitsanbieter unverzüglich einstellen, wenn sie nicht das Nachsehen haben wollen. Der Wandel erfordert die volle Aufmerksamkeit der Verantwortlichen auch gerade in den Spitälern! Digitalisierung ist nicht einfach nur IT-isierung. Diese Devise zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Programm unseres Kongresses am heutigen Tage.

Spannende Foren, exzellente Referenten und intensive Gespräche erwarten Sie auf dem diesjährigen ÖSTERREICHISCHEN GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS. Die vielen Kooperationspartner machen deutlich, dass die neuen Ideen große Chancen haben, nach dem Kongress auch in der Realität anzukommen und Wirksamkeit zu erlangen. Diese Kooperationspartner und unsere Sponsoren und Aussteller sind für das Gelingen der Veranstaltung unerlässlich. Deshalb gilt ihnen mein besonderer Dank.

Ich wünsche uns allen einen erkenntnisreichen und lange nachwirkenden Tag mit vielen inspirierenden Begegnungen.

Der 11. ÖSTERREICHISCHE GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS ist eröffnet.

Unternehmerische Managerinnen und Manager sind gefragt

Mutiges Handeln ist das Gebot der Stunde

Unternehmerische Managerinnen und Manager sind gefragt

Ist das Gesundheitssystem auf dem Irrweg? Sind wir in der Gesundheitswirtschaft in der falschen Richtung unterwegs? Glaubt die Politik, mit der großen „Finanzgießkanne“ alle Probleme lösen zu können? Hilft viel Geld wirklich weiter? Oder sind vielmehr Akteure gefragt, die die Herausforderungen für sich annehmen und eigenständige Lösungen entwickeln? Lassen sich moderne Methoden und Technologien aus anderen Branchen dazu nutzen, die steigenden Erwartungen souveräner werdender Patienten zu erfüllen? Kann die Digitalisierung die immer rarer werdenden Mitarbeiter deutlich entlasten und ihnen damit die Möglichkeit eröffnen, sich wieder intensiver um die Patienten zu kümmern?

Viele Manager in den Krankenhausunternehmen haben zu lange abgewartet. Nicht wenige Ärzte und Pflegende waren genauso zögerlich. Die Digitalisierung ist im Medizinbetrieb vielerorts nicht mit offenen Armen empfangen worden. Deshalb werden Telefon und Fax in den Kliniken, aber auch insbesondere bei den ambulanten Medizinanbietern nach wie vor für moderne Kommunikationsmittel gehalten und vielfältig zum Einsatz gebracht. In der Folge lassen sich die Möglichkeiten der Vernetzung, die die Digitalisierung bietet, nur sehr rudimentär nutzen. Die ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter werden immer noch zu einem erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit mit berufsfremden Tätigkeiten wie Logistik und Dokumentation davon abgehalten, sich intensiv den Patienten zu widmen. Das ist angesichts veränderter Bedingungen auf den Arbeitsmärkten nicht mehr hinzunehmen und wird auch von den Beschäftigten zunehmend weniger akzeptiert.

Auch die Rolle der Patienten verändert sich radikal, weil immer mehr allgemein zugängliche Informationen, insbesondere auch aus dem Internet, dafür sorgen, dass die bisherige Wissensasymmetrie zwischen den Experten und den Betroffenen nach und nach aufgehoben wird und Letztere mehr Souveränität erlangen. Patienten, die auch Konsumenten werden, erwarten entgegen der bisherigen zergliederten Behandlung zunehmend ganzheitliche Gesundheitsangebote, die auf einem strukturierten Prozess beruhen und gezielte Leistungsversprechen ermöglichen.

Enorme Dynamik gerät in die Entwicklung durch die rasanten Veränderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt. Medizin 4.0 stellt jetzt den Behandlungsprozess auf einen indikationsbezogenen digitalen Workflow. Alle notwendigen diagnostischen und therapeutischen sowie alle administrativen und technischen Einzelschritte werden dazu umfassend analysiert und in eine Struktur gebracht, die digital abgebildet werden kann. Die Akteure arbeiten auf dieser Basis und werden durch den hinterlegten Workflow nachhaltig unterstützt. Das gilt auch für den Primärprozess, in dem die einzelnen Arbeitsschritte systematisch „abgefordert“, die Dokumentation und die Abrechnung integriert sowie die notwendigen logistischen Maßnahmen automatisch abgerufen werden. Medizin 4.0 passt den realen Behandlungsablauf ständig an den geplanten an und schafft damit die Voraussetzung, die Ablauforganisation insgesamt zu stabilisieren sowie mittels Internetmedizin, Big Data und Robotik zu optimieren.

Was wir jetzt benötigen, sind unternehmerische Managerinnen und Manager, die die Zukunft der Gesundheitsbetriebe in die eigenen Hände nehmen und nicht weiter zuwarten. Wer nach der Politik ruft, hat schon verloren. Paragrafen gibt es bereits genug. Vielmehr ist mutiges Handeln das Gebot der Stunde. Deshalb ist der Austausch der Verantwortlichen in der Branche beim 15. GESUNDHEITSWIRT­SCHAFTSKONGRESS in Hamburg so wichtig.

Aktuelle Informationen und direkte Anmeldung zurzeit noch mit Frühbucherrabatt zum 15. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am 17. und 18. September immer unter: www.gesundheitswirtschaftskongress.de.

Medien aus Leidenschaft

„Medien aus Leidenschaft“


Der Kommunikationsexperte Peter Claußen
zu Gast beim TV-Talk „Mensch Wirtschaft!“

Die Ansagen in der Hamburger U-Bahn haben ihn schon als Kind fasziniert. Später hat er beim Schülerradio mitgewirkt. Von diesen Anfängen seiner Leidenschaft für die Medien berichtet der Kommunikationsexperte Peter Claußen beim aktuellen TV-Talk „Mensch Wirtschaft!“ auf Hamburg1. Im Gespräch mit Professor Heinz Lohmann, dem Moderator der Sendung, geht es insbesondere auch um den Wandel in der Branche aufgrund der Digitalisierung.

Menschen stehen im Mittelpunkt des TV-Talks „Mensch Wirtschaft!“. Monat für Monat seit weit mehr als 10 Jahren widmet sich der Gesundheitsunternehmer Prof. Heinz Lohmann als Gastgeber der Sendung Unternehmern, Managern und Eigentümern großer und kleiner Betriebe, die für unsere Wirtschaft Bedeutung haben. Es geht in den Gesprächen darum, was diese Menschen beruflich antreibt. Wie sind sie zu dem gekommen, was sie heute machen? Was sind ihre wichtigsten Ideen und Projekte? Und welche persönlichen Ziele haben sie sich für die Zukunft vorgenommen?

„Mensch Wirtschaft!“ wird auf Hamburg 1 am Donnerstag, 14. März 2019, um 21:15 Uhr ausgestrahlt und um 23.15 Uhr wiederholt. Der Talk kann auch zu den Sendezeiten per Livestream überall im Internet unter www.hamburg1.de empfangen und zu einem späteren Zeitpunkt in der Mediathek jederzeit aufgerufen werden.

AVATAR Dx2 eröffnet das Gipfeltreffen der Branche

ÖSTERREICHISCHER GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am Mittwoch in Wien

AVATAR Dx2 eröffnet das Gipfeltreffen der Branche

„In so bewegten Zeiten wie diesen ist ganz besonders wichtig, dass die Verantwortlichen Klarheit über künftige Entwicklungen ihrer Branche gewinnen“, betont der Gesundheitsunternehmer Professor Heinz Lohmann zwei Tage vor dem 11. ÖSTERREICHISCHEN GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS. Jetzt sei deshalb genau der richtige Zeitpunkt für die Manager und Unternehmer zu einem intensiven Gedankenaustausch zusammen zu kommen.

Am kommenden Mittwoch, 13. März, startet um 10.00 Uhr der 11. ÖSTERREICHISCHE GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS. Mehr als 450 Teilnehmer werden zu dieser Veranstaltung erwartet, bei der alle aktuell relevanten Themen der Gesundheitsbranche auf der Agenda stehen. Mehr als 85 Referenten und Moderatoren beraten in 14 Foren die Herausforderungen der Zukunft. Eröffnet wird die Tagung mit einer großen Podiumsdiskussion zum Thema: „Zentral oder Dezentral – Regulierung oder Deregulierung: Wohin treibt das Gesundheitssystem?“

„Vor dieser Diskussionsrunde gibt es noch eine große Besonderheit“, freut sich der Kongresspräsident Prof. Lohmann. Erleben Sie einen Dialog zwischen Prof. Dr. David Matusiewicz und AVATAR Dx2 zum Thema „Gesundheit 2025: Gibt es uns dann noch?“

„Last-Minute-Tickets zum 11. ÖSTERREICHISCHEN GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS können im Internet oder direkt am Kongresscounter im Austria Trend Hotel Savoyen Wien, Rennweg 16, erworben werden“, sagt die Kongressleiterin Ines Kehrein von der agentur gesundheitswirtschaft in Wien.

Aktuelle Informationen zum Kongress und direkte Anmeldung ständig unter: http://www.oegwk.at

Patienten treiben den Wandel

11. ÖSTERREICHISCHER GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS diskutiert über Zukunft der ambulanten Medizin

„Patienten wollen nicht ins Spital, sie wollen gesund werden oder mindestens Heilung erfahren“, betont der Gesundheitsunternehmer Professor Heinz Lohmann eine Woche vor dem 11. ÖSTERREICHISCHEN GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am kommenden Mittwoch in Wien. Das sei für Krankenhausmitarbeiter zwar misslich, aus Sicht der Kranken aber völlig verständlich. Da die moderne Medizin auch schwer erkrankte Menschen immer häufiger ambulant behandeln könne, sei die Entwicklung der nächsten Jahre klar vorgezeichnet. Prof. Lohmann wörtlich weiter: „Der Patient treibt die ambulante Medizin jetzt zu ganz neuen Angeboten!“

Auf dem 11. ÖSTERREICHISCHEN GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am 13. März 2019 in Wien beschäftigen sich die Verantwortlichen der Branche bei ihrem Gipfeltreffen auf dem Forum „Ambulante Medizin ganz anders: Der Patient treibt den Wandel“ mit diesem aktuellen Thema.

Unter der Leitung des Gesundheitsexperten Dr. Konrad Rippmann aus Hamburg bestreiten die Podiumsdiskussion: Dr. Andrea Vincenzo Braga, Braga Praxis, André Glardon, Geschäftsführer medneo GmbH, Dr. Markus Klamminger, Medizinischer Geschäftsführer NÖ Landeskliniken Holding, Mag.a Anna Parr, Mitglied der Geschäftsleitung Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH, MedR Dr. Anton Friedrich Weiser, Inhaber Medico Chirurgicum und Ao Univ. Prof. Dr. Thomas Szekeres, Präsident Ärztekammer Österreich.

Aktuelle Informationen zum Kongress und direkte Anmeldung ständig unter: www.oegwk.at

Verleihung des Lohfert Preises auf dem GWK

Mehr Zeit für den Patienten – digitale Konzepte zur Entlastung der Pflege
Der Lohfert-Preis prämiert praxiserprobte und nachhaltige Konzepte, die den Patienten im Krankenhaus mit seinen Bedürfnissen und Interessen in den Mittelpunkt rücken. Der Lohfert-Preis 2019 steht unter der Schirmherrschaft der Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks und ist mit 20.000 Euro dotiert. Er wird im Rahmen des Gesundheitswirtschaftskongresses am 17.09.2019 in Hamburg verliehen.

Es wurden zahlreiche, spannende Projekte zum ausgeschriebenen Thema Digitalisierung in der Pflege eingereicht. In den kommenden Wochen wird sich die unabhängige Fachjury mit allen eingereichten Konzepten eingehend beschäftigen.

Die Wahl des Preisträgers wird die Lohfert Stiftung voraussichtlich Ende Mai mitteilen.

Wir sind gespannt!