Wertschätzung durch Wertschöpfung – „Jammerkartell“ bringt Pflege nicht weiter

11. Gesundheitswirtschaftskongress 2014„Wenn Pflegemanager nach staatlicher Reglementierung ihrer Profession rufen, haben sie versagt“, urteilt der Gesundheitsunternehmer und Vorsitzende der INITIATIVE GESUNDHEITSWIRTSCHAFT (IGW) Prof. Heinz Lohmann. Mit seiner Kritik wendet er sich gegen die Forderung nach einer gesetzlichen Mindestpersonalausstattung für die stationäre Krankenpflege. Das bringe für die erhoffte Aufwertung des Berufsstandes gar nichts. Im Gegenteil werde es dazu führen, die Pflege aus den Modernisierungs-programmen der Krankenhäuser endgültig zu streichen. Wenn eine bestimmte Anzahl von Pflegekräften künftig zwangsweise sowieso beschäftigt werden müsste, würden ihnen Aufgaben anderer Berufsgruppen übertragen, die ihren Beitrag zur weiterhin notwendigen Rationalisierung leisten müssten. Lohmann wörtlich: „Das sind mit Sicherheit nicht die attraktiven, sondern eher die unattraktiven Tätigkeiten aus diesen Berufsfeldern.“ Zudem lohne es sich für die Kliniken nicht, in digitale Technologien zur Unterstützung der Pflegetätigkeit zu investieren, wenn Personalkosten politisch und nicht betrieblich bestimmt würden. Lohmann deutlich: „Manager sind nicht zum Jammern über die Rahmenbedingungen da, sondern dazu, trotz der Herausforderungen eine hervorragende Behandlung zu bezahlbaren Preisen zu realisieren.“ Der 11. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS rückt das Thema Pflege und deren strategisch wichtige Rolle in den Fokus. Diskutiert werden daher die von der INITIATIVE GESUNDHEITSWIRTSCHAFT vorgelegten Thesen zur Pflegeentwicklung. Unter dem Motto „Wertschätzung durch Wertschöpfung“ hat eine Expertenrunde verantwortlicher Führungskräfte unter Leitung des Vorstands für Patienten- und Pflegemanagement des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und Stellvertretenden IGW-Vorsitzenden, Joachim Prölß, zukunftsgerichtete Positionen erarbeitet. Im Zentrum steht die Übernahme von Verantwortung bei der Verbesserung der Qualität und Produktivität von Gesundheitsleistungen durch engagierte und innovative Pflegekräfte. Hier geht es zum IGW-Trendreport extra, u. a. mit dem vollständigen Text der Thesen zur Pflegeentwicklung. Der 11. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS in Hamburg findet in diesem Jahr am 16. und 17. September 2015 statt. Das aktuelle Programm ist im Internet jederzeit verfügbar. Dort ist auch die direkte Anmeldung möglich unter: www.gesundheitswirtschaftskongress.de
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